EyeMove

EyeMove 365

Erfassung und Training von visuellen Explorationsstörungen

Das neue EyeMove 365

EyeMove365 enthält nun zusätzlich zu den bewährten Trainingsmodulen von EyeMove 2.0 (Basistraining) zwei weitere neue Trainingsbereiche: Erweitertes Training und Alltagstraining. Bei den neu hinzugefügten 72 Aufgaben im Erweiterten Training müssen z.B. mit Blickbewegungen (Sakkaden) nicht nur entdeckt, sondern auch erkannt werden. Eine weitere Neuerung ist die Darbietung der Reize auf unterschiedlichsten Bildschirm-Hintergründen. Das Training visueller Explorationsstrategien auf Vorlagen wurde in weiteren Kategorien von 240 Suchbildern (insgesamt 460 Bilder) aus dem Alltag erweitert.
Auch das Layout und die Programmstruktur wurden aktualisiert und neugestaltet. So sind alle Aspekte des Programms nunmehr auf dem Desktop sichtbar und direkt bedienbar. Dies vereinfacht die Handhabung des Programms erheblich.

Allgemeine Programmbeschreibung

Die Geschwindigkeit und das Muster der visuellen Exploration unterscheiden sich zwischen Personen und können durch Alter, Erfahrung oder verschiedene individuelle Voraussetzungen beeinflusst werden. EyeMove umfasst verschiedene Trainingsformen mit statischen und bewegten visuellen Reizen, mit denen Nutzer ihre visuelle Aufmerksamkeit, Blicksteuerung und das systematische Absuchen visueller Inhalte trainieren können. Die Übungen eignen sich für Personen, die ihre visuellen Suchstrategien gezielt üben oder ihre Leistung bei entsprechenden Aufgaben beobachten möchten.

Trainingsmodule in EyeMove mit insgesamt 212 Aufgaben

Relevanz

Zur Verbesserung visueller Explorationsstörungen gibt es kaum evaluierte und standardisierte Softwareprogramme. Das neue EyeMove Programm bietet hier mit einem vergleichsweise geringen Anschaffungspreis eine Fülle neuer und bewährter Techniken für die Übung. Zusätzlich zu den vielfältigen Übungsaufgaben bietet EyeMove auch Möglichkeiten zur standardisierten und normierten Erfassung visueller Explorationsleistungen an. Mit Hilfe der normierten Erfassung kann der Anwender die Wirksamkeit der durchgeführten Übungen problemlos überprüfen. Die Ergebnisse dieser Erfassung können (grafisch oder in Textform) am Bildschirm oder auf einem Papierausdruck dargestellt werden.

EyeMove dient ausschließlich dem Training und der wissenschaftlichen Untersuchung visueller Explorationsleistungen. Es ist nicht zur klinischen Diagnose, Behandlung oder Linderung von Erkrankungen bestimmt.

Homonyme Gesichtsfeldausfälle:

Hemianope Explorationsstörungen zeigen sich im Liniendurchstreichtest durch Auslassungen im blinden Gesichtsfeld.

Visueller Neglect:

Ein Neglect zeichnet sich durch das Nichtbeachten der Reize im kontraläsionalen Raumes aus. Mithilfe der Rey-Figure (oben) können die neglectbedingten Vernachlässigungen (unten) diagnostiziert werden.

Komplexe zerebrale Sehstörungen (z.B. Balintsyndrom):

Läsionsbilder eines Balintpatienten: Die für diese Störung typischen bilateral parietalen Läsionen führen zu schweren Explorations- und Raumorientierungsstörungen. Die Pfeile markieren die Schädigungen.

Untersuchungen mit EyeMove

Für das Programm EyeMove sind Normdaten für eine ausführliche (8 Tests) und kürzere (5 Tests) Screening-Untersuchung (incl. der Untersuchungs- und Auswertungsmacros) für 3 komplette Parallelversionen verfügbar. Dies ist erforderlich, um eine Person mehrfach (z.B. vor und nach Training) untersuchen zu können. Zur Zuverlässigkeit (Reliabilität) der Explorationstests wurden eigene Untersuchungen vorgenommen. Die Leistungen der Personen werden im Vergleich zu den Normdaten sich übersichtlich in graphischen Ergebnisreports dargestellt. Für neue Untersuchungen bzw. neue Normdaten können auch entsprechende neue Ergebnisreports angefertigt und dann standardisiert aufgerufen werden.

Die Ergebnisse ermöglichen die Klärung von wichtigen Fragestellungen, beispielsweise bei der Identifikation von individuellen Störungsmustern. Durch einen prä/post Vergleich der Screening-Untersuchung läßt sich der Trainingserfolg abbilden. Durch die Differenzierung von erhaltenen und beeinträchtigten Leistungsbereichen bieten die Ergebnisse die Grundlage für eine effiziente Planung und Kontrolle des weiteren Trainings.

EyeMove 365 beinhaltet folgende Module

  • Die Durchführung von 10 standardisierten Explorationstests in normierter Form (u.a. Gesichtsfeldscreening, Extinktion, sakkadisches Suchfeld, Altagstests)
  • Optokinetisches Stimulations-Training (OKS)
  • Umfangreiche Übungsaufgaben
  • Material für derzeit 3 komplette Trainingsbreiche mit 23 Modulen und insgesamt 212 Aufgaben
  • Das Trainingsmaterial wird durch jährliche Updates kontinuierlich erweitert
  • Variation von kritischen Parametern in der Explorationsbehandlung (z.B. Anpassen der Tests und Übungen)
  • Einbindung von Macros zur kompletten standardisierten Untersuchungssteuerung möglich, verständliche Instruktionen
  • Einbindung eigener Übungsmaterialien durch Makro-Programmierung möglich
Eyemove OKS

OKS Therapie: Wissenschaftiche Studien belegen, dass die Darbietung zahlreicher visueller Reize die sich alle zur vernachlässigten Seite bewegen, den visuellen Neglect deutlich und dauerhaft  verringern (siehe Referenzstudien).

Alltagsnahes Übungsmaterial: zur Verbesserung visueller Suchstrategien, wie bei Gesichtsfeldausfällen oder Neglect

Weitere Informationen zu EyeMove 365

EyeMove 365 Info-Broschüre

EyeMove 365 Angebot Vollversion

Vom Programm EyeMove kann eine kostenlose Demo-Version bei MedCom angefordert werden.

Literatur zu EyeMove

Kerkhoff G, Keller I, Ritter V, Marquardt C. Repetitive optokinetic stimulation induces lasting recovery from visual neglect (2006)

Kerkhoff G, Rossetti Y. Plasticity in Spatial Neglect – Recovery and rehabilitation. Editorial. (2006)

Kerkhoff G, Oppenländer K, Finke K, Bublak P. Therapie zerebraler visueller Wahrnehmungsstörungen (2007)

Glocker D, Faber I, Kerkhoff G. Neglect des eigenen Körpers (2008)

Kerkhoff G. Evidenzbasierte Therapie des Multimodalen Neglects (2008)

Kerkhoff G, Neumann G, Neu J. Ratgeber Neglect. Buch, Hogrefe. (2008)

Kerkhoff G, Marquardt C. Standardisierte Diagnostik und Therapie visueller Explorationsstörungen (2009)

Kerkhoff G, Oppenländer K. Diagnostik und Therapie elementarer und komplexer visueller Wahrnehmungsstörungen nach Hirnschädigung. Teil 1: Visus, Kontrastsehen, Adaptation, Stereopsis, Fusion (2009)

Kerkhoff G. Evidenzbasierte Verfahren in der neurovisuellen Rehabilitation (2010)

Reinhart S. Keller I. Kerkhoff G. Effects of head rotation on space- and word-based reading errors in spatial neglect (2010)

Reinhart S. Schindler I. Kerkhoff G. Optokinetic stimulation affects word omissions but not stimulus-centered reading errors in paragraph reading in neglect dyslexia (2011)

Kerkhoff G. Keller I. Artinger F. Hildebrandt H. Marquardt C. Reinhart S. Ziegler W. Recovery from auditory and visual neglect after optokinetic stimulation with pursuit eye movements – Transient modulation and enduring treatment effects (2012)

 

Wenn Sie die Links mit der linken Maustaste öffnen, wird die entsprechende PDF-Datei im Browserfenster geöffnet (Acrobat-Reader Plugin nötig).
Um die Dateien herunterzuladen klicken sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie ‚Ziel speichern unter…‘ (betrifft nur Windows).

Nach oben